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Die Schweiz ist ein Land, welches in Europa und auch gerade in Deutschland sehr bekannt ist und sich viele Klischee-Vorurteile gefallen lassen muss. Besonders oft im Gespräch ist dabei wohl vor allem die Möglichkeit, dort seinen Reichtum unversteuert an Banken anzulegen und zweitens die Neutralität der Schweiz. So ist diese eigentlich neutral zu allem, das hat sie in der Geschichte in vielen Kriegssituationen bewiesen und ebenso bei Bündnissystemen wie etwa der EU, bei der sie lieber außen vor bleiben.
Und so scheint sich die Schweiz auch neutral gegenüber der Architektur im eigenen Land zu verhalten. Erstaunlich ist nämlich, dass man in der Schweiz in den letzten Jahrzehnten einen deutlichen Prozess beobachten konnte. Dabei handelt es sich um die Zersiedelung von einzelnen Gebieten. Dies führt dazu, dass gerade das Zentrum der Schweiz von vielen kleinen Siedlungen durchzogen ist und es keine wirkliche Metropole gibt. Dieser Fakt sorgt dafür, dass jede Gemeinde für sich entscheidet und wirtschaftet und sich überregionalen Entscheidungen gegenüber versperrt. Dies hat zur Folge, dass in diesen Räumen kaum Veränderungen, sprich Fortschritte, vorgenommen werden, da man sich auf nichts einigen kann.
Die Schuld daran gibt man nun den Schweizer Architekten. So hat die Schweiz in der Tat einige große Architekten hervor gebracht, die in der ganzen Welt bedeutende Bauten geplant haben. Nur im eigenen Land scheinen sie nichts bewegen zu wollen. So hat man sich dort in den letzten Jahren immer zurück gehalten und eigentlich nur kritisiert, ohne wirklich konstruktive Vorschläge zu tätigen.
Bei diesem Prozess ist auch keine Änderung in Sicht, sodass sich die Schweiz wohl weiter zu einem Gebiet mit vielen kleinen Siedlungen entwickeln wird. Dies scheint ein ganz klarer Fall zu sein, in dem so manche Entscheidung von einer einzigen Person abhängig ist: Denn genug fähige Leute sind vorhanden, es brauch eben nur einen Initiator, der alle mit einander verbündet und für ein Projekt begeistert. Ob dies jedoch geschehen wird, ist fraglich.
Architektur © Franck Boston - Fotolia.com
David Adjaye distanziert sich sichtlich und konkret von dem, was derzeit sein architektonisches und künstlerisches Umfeld bildet. Von Diskussionen über Architektur als Machtdemonstration setzt er sich gekonnt ab, so wie auch von der Art Basel Miami und lässt sich ebenso wenig der reinen Funktionalität unterwerfen. Und dennoch lässt er bei alledem genug Raum, um nun im Rahmen der “Design-Miami”-Messi zum gekürten Designer des Jahres 2011 zu werden.
Im Jahr 1966 in Tansania geboren, begann David Adjayes Karriere als Architekt in der Londoner Kunstszene verwurzelt. So baute er bereits Häuser für Jake Chapman und das Duo Tim Noble und Sue Webster um und entwarf das Design verschiedener Ateliers, wie für Jürgen Teller und Chris Ofili. Kollegen und Konkurrenten wie Norman Foster und das Büro von Diller Scofidio + Renfro ließ er mit einem Entwurf hinter sich, der dem 500-Millionen-Dollar-Projekt “National Museum oft African-American History and Culture” in Washington galt. Der “Designer des Jahres” arbeitete inzwischen an verschiedenen großen Projekten im internationalen Bereich, darunter das Denver Museum of Contemporary und auch auch die School of Management in Moskau.
Mit der Auszeichnung kommt David Adjaye nun auch ein Auftrag für die Design-Messe zu. Die Entscheidung fiel auf einen Pavillion als Teil eines Experimentes, das der Architekt und Designer mit Bauholz vornimmt, in dem später die Gäste der Messe in Empfang genommen werden sollen. Vielmehr geht es David Adjaye jedoch darum, der Effizienz von Räumen eine neue Definition zu geben, indem diese nicht mehr nur funktionell sind, sondern vor allem zum Wohlfühlen einladen. Durch seine Hand soll Struktur Raum kreieren und sich von bloßer Effizienz lösen, so beschreibt Adjaye selbst sein Projekt.
Das Interesse in seinen Entwürfen liegt dabei stets auf dem Fokus des öffentlichen Lebens, nicht etwa dabei, mit Objekten Rang und Vermögen zu demonstrieren. Dass die Form der Architektur immer mehr in diese Richtung tendiert, sieht David Adjaye durch seine Auszeichnung bewiesen.

Unter den Linden © philipk76 - Fotolia.com
Die Berliner Prachtstraße schlechthin ist die Allee “Unter den Linden”. Wie der Name schon nahelegt, stehen hier viele prachtvolle Linden. Alles, was Rang und Namen hat, betreibt hier Outlet-Stores und Ladengeschäfte. Für viele Touristen ist die schöne Allee das Ziel, was zuerst angesteuert wird. Nun sorgt eine Ankündigung der Berliner Verkehrsbetriebe, kurz BVG, für Proteste und Fragezeichen: Insgesamt 53 Linden sollen nämlich bis Ende Februar gefällt werden.
Betroffen ist die gesamte Mittelpromenade zwischen der Charlottenstraße und der Glinkastraße. Wann es genau losgeht, ist nach Angaben der BVG noch nicht bekannt. Hintergrund der Aktion sind Vorbereitungen für einen Ausbau der U-Bahnlinie 5. Diese Linie wurde erst vor kurzem eingerichtet und ist die wohl kürzeste und teuerste U-Bahn-Linie in ganz Berlin. Sie führt vom Alexanderplatz zum Brandenburger Tor und ist beinah ausschließlich für Touristen geplant. Denn kaum ein Berliner muss diese Strecke fahren, die ohne die U 5 in der Tat eine heikle Angelegenheit war. Für die kurze Strecke musste man mehrfach die Linie wechseln, was zu einer sehr langen Reisedauer führte.
2019 soll die Erweiterung der nur 2,2 Kilometer langen, aber 433 Millionen Euro teuren Linie abgeschlossen sein. Drei neue Stationen entstehen in den nächsten sieben Jahren, eine davon hält eben auf Höhe der Friedrichstraße auf der Allee “Unter den Linden”. Problematisch ist dieser Bau, weil sich an der Kreuzung die U 5 mit der bereits bestehenden Linie U 6 kreuzen wird. Daher muss mehr als 20 Meter in die Tiefe gebohrt werden.
Natürlich kommen auf die Berliner dadurch wieder krasse Verkehrsbehinderung zu: Die U 6 wird von Juli 2012 bis Oktober 2013 nicht mehr zwischen Friedrichstraße und Französischer Straße verkehren. Ob es einen Ersatzverkehr mit Bussen geben wird, ist fraglich, denn die Strecke kann leicht zu Fuß zurückgelegt werden. Wenn die oberirdischen Arbeiten fertig sind, werden sofort neue Linden gepflanzt. Acht bis zehn Jahre alte Jungbäume werden dann den Platz der alten Silberlinden einnehmen.
Wenn in der Öffentlichkeit Plätze geplant und gestaltet werden ist es wichtig zwei elementare Dinge miteinander zu verbinden. Zum einen soll die Neugestaltung natürlich attraktiv sein und den Anwohnern gefallen, damit sie diese auch nutzen. Zum anderen ist es auch wichtig, dass die Plätze eine gewisse Sicherheit gewährleisten. So war es bisher Gang und Gebe, dass bei der Gestaltung von Plätzen in der Endphase die Polizei zu Rate gezogen wurde um eventuelle Sicherheitsrisiken anzusprechen. Dieses Konzept soll nun überarbeitet werden.
So gibt es in Berlin eine Mitarbeiterin die studierte Architektin ist und nun beim Landeskriminalamt im Bereich der Kriminalprävention arbeitet. Diese beiden Tätigkeiten sollen nun miteinander vereint werden, sodass bereits in der Planung die Sicherheit mit beachtet wird und man somit nicht erst im Nachhinein eine Gestaltung des Platzes an die Sicherheit anpassen muss und somit die Attraktivität auf der Strecke bleibt.
Der Olivaer Platz ist das beste Beispiel dafür, dass es funktioniert. So wurden dort verschiedene Ecken und Winkel analysiert die eine eventuelle Gefahrenquelle darstellen könnten und bei der Neuplanung beseitigt. So ist es vor allem wichtig auch für ein sicheres Gefühl der Menschen zu sorgen. Dabei müssen nicht einmal wirklich gefährliche Sachen entdeckt werden, sondern lediglich Dinge die bei den Bürgern Gefahr implementieren könnten. Dazu gehören unter anderem lange dunkle Gassen oder auch Unterführungen. Dabei genügt dann oft schon die Installation von Lampen oder Spiegeln um das Sicherheitsgefühl zu erhöhen.
In naher Zukunft sind weitere Plätze geplant die mit diesem Konzept umgestaltet werden sollen. So wird als nächstes der Alexanderplatz, das Südkreuz und der Innsbrucker Platz in Angriff genommen.

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Der Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner wünscht sich eine weitläufige Teilnahme und betonte in diesem Rahmen bereits die wichtige Rolle der Standorte für Verwaltung und Handel als Schauplatz des Berufs- und Alltagslebens. Dabei sei es von besonderer Bedeutung, eine Atmosphäre der Kommunikation und Kreativität zu fördern, die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen zu professioneller Arbeit motiviert. Auch die Bedürfnisse der Kunden müsse man hier beachten, da es nicht mehr nur darum ginge, ein ansprechendes Produkt, sondern auch ein entsprechendes Umfeld für dessen Präsentation zu kreieren. So will man sich also genauer mit den Bauten aus Verwaltung und Handel befassen, um sie entsprechend auszuzeichnen.
Noch bis zum 20. Februar des kommenden Jahres können Unterlagen beim Wirtschaftsministerium eingereicht werden, wobei sich die Zuordnung zu einem der beiden betreffenden Bereiche nach der überwiegenden Nutzung des Gebäudes richten wird. Zu den möglichen Anwärtern auf den Staatspreis Architektur zählen beispielsweise Verwaltungs- und Handelsbetriebe sowie Developer von Verwaltungs- und Handelsobjekten. Doch auch Architekten und Zivilingenieure für Hochbau oder Planungsbefugte gemäß der Architektenverordnung sind einreichberechtigt.
Alle zwei Jahre wird der Staatspreis Architektur vergeben, wobei sich die Bereiche abwechselnd jeweils auf Tourismus und Freizeit, Industrie und Gewerbe oder, wie im nächsten Jahr, auf neue Arbeitswelten in Verwaltung und Handel beziehen.
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Geländewagen sind schon länger nicht mehr nur etwas für das offene und hindernisreiche Gelände. Unter dem Kürzel SUV kommen immer mehr alltagstaugliche Offroad-Modelle mit dem Charm eines klassischen Geländewagens auf den Markt. SUV steht für “Sport Utility Vehicle” und kann mit “Geländelimousine” übersetzt werden. Dabei kommt der Fahrer in den Fahrkomfort einer Limousine, die durch einer erhöhten Karosserie und Geländegängigkeit dem Geländewagen optisch sowie technisch in kaum etwas nachsteht. Zwar variiert die tatsächliche Offroad-Fähigkeit je nach Modell und Hersteller, entsprechende technische Ausstattungen wie Allrad-Antrieb können einen SUV dennoch zu einem echten Geländewagen machen. Mittlerweile geht der Trend zu kleineren und dadurch übersichtlicheren Modellen, die als kleine Varianten der Originale reißenden Absatz finden. Dem Q7 von Audi folgte der Q5 und Q3. Dem X5 von BMW folgte der X3 und X1. Auch Mercedes entwickelte mit dem GLK den kleinen Bruder vom GL. Doch gerade die Kleiner der Großen haben immer weniger mit einem echten Geländewagen zu tun. Da die hauptsächliche Nutzung im Straßenverkehr liegt, ist bei vielen Modellen noch nicht mal ein Allrad-Antrieb vorhanden.
Sucht man nicht nur privat sondern muss man vielleicht auch aus beruflichen Gründen, Wege fernab befestigter Straßen befahren, ist ein geländetauglicher SUV die richtige Wahl. Zumal wenn man nicht ganz auf Komfort verzichten möchte. Geeignete Geländewagen-Tipps für Stadt und Geröllpiste findet man unter anderem auch bei den großen Automobil-Clubs in Deutschland. Testfahrten im Gelände und Langstreckenfahrten auf Autobahnen werden regelmäßig unter die Lupe genommen und protokolliert, so dass ein für seine Bedürfnisse geeignetes Modell finden kann. Dennoch geht nichts über “Probieren”, um sich selbst ein Bild von seinem Wunsch-Offroader machen zu können.
Gastautor Manuel Kowalski

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In einer Werkschau in der Londoner Barbican Art Gallery präsentiert sich derzeit das Rotterdamer Büro um Rem Koolhaas. Mehr als 36 Jahre lang schreibt er schon mit seinem “Office For Metropolitan Architecture”, kurz OMA, Architektur-Geschichte. Bekannt ist das niederländische Architektur-Büro vor allem für seine komplex verschachtelten Entwürfe.
Als Koolhaas gemeinsam mit zwei Kollegen 1975 in London das OMA gründete, ging es mehr um radikale Ideen und träumerische Utopien als um realistische Entwürfe, die auch umgesetzt werden sollten. Erst, als das Büro nach Rotterdam umzog, kam es zu der ersten Realisierung eines ihrer Projekte: Das Theater des Nederlands Danse Theater in Den Haag, dem Regierungssitz der Niederlande, das auch von ineinander verschachtelten Formen und Elementen dominiert wird. Um den experimentel-theoretischen Ansatz der ehemaligen Denkfabrik nicht zu verlieren, gründete Koolhaas die AMO, die sich auch Gedanken zu Politik und Mode macht und weiter Utopien entwerfen darf.
Interessanterweise suchte das OMA nicht selbst die Ausstellungsstücke zusammen. Nach einer selbst kurierten Werkschau in der Berliner Neuen Nationalgalerie im Jahr 2003 entschieden sich die Niederländer diesmal, ein externes Design-Büro mit der Auswahl der Exponate zu beauftragen. Kein leichter Job für “Rotor” aus Brüssel: Monatelang mussten sie die auf der ganzen Welt verstreuten Büros von OMA besuchen und in Archiven herumwühlen. Das Ergebnis kann sich sehen lassen und zeigt einen interessanten Blick auf die Architekten des OMAs, die ja eigentlich einst gar keine Architekten sein wollten.
Die Werkshow in London ist nicht wirklich ein Zufall: Denn zeitgleich eröffnen die ersten beide Bauten OMAs in Großbritannien. Einmal das kleine Krebszentrum Maggie’s Centre in Glasgow und das für die Niederländer sehr schlichte Hauptquartier der Privatbank NM Rothschild in der Innenstadt Londons. Derweil steht das erste Bauwerk des OMAs, der Bau des niederländischen Tanztheaters, kurz vor dem Abriss.
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Einer der bedeutensten Architekten der Gegenwart ist der Brite Sir Norman Foster. Er wurde am 1. Juni 1935 geboren und wuchs in Reddish im englischen Stockport auf. Schon früh begeisterte er sich für Architektur und wies beeindruckende Begabungen auf. Vor gut 20 Jahren wurde er von der britischen Königin Elishabeth II. als Ritter in den Adelsstand erhoben. 1997 wurde er als Mitglied in den “Order of Merit” aufgenommen, einem britischen Orden, der auf König Edward VII. zurückgeht und besonders herausragende Persönlichkeiten der Wissenschaft, Kunst, Literatur und des Militärs auszeichnet. 1999 erhielt er den Pritzker-Preis, der weltweit rennomierteste Preis für Architektur. Er gehört auch dem deutschen Orden “Pour le mérite für Wissenschaften und Künste” an, der auf Friedrich den Großen zurückgeht und heutzutage vom deutschen Bundespräsidenten verliehen wird.
Zu den bekanntesten Bauwerken des Sirs gehören etwa die gläserne Kuppel des Reichstags in Berlin, der “Gherkin”-Turm in London und das Kulturzentrum Carré d’Art in Nimes. Er ist auch verantwortlich für den Flughafen von Peking, der zeitweise der größte Flughafen der Welt war, der Millennium-Brücke in London und den Hearst Tower in New York. Auch in Berlin hatte er ein Architektur-Büro mit rund 70 Mitarbeitern, das allerdings 2009 wegen der weltweiten Finanzkrise schließen musste. Die Schlagworte Fosters, die sich am altrömische Architekten Vitruv orientieren, sind: Anmut, Beständigkeit und Funktionalität. Nun kommt auch ein Dokumentarfilm unter dem Titel “Wie viel wiegt Ihr Bauwerk, Mr. Foster?” ins deutsche Fernsehen: Am 5. November zeigt 3Sat den Star-Architekten aus interessanten Blickwinkeln: Nur wenige wissen etwa, dass er eine Krebs-Erkrankung überlebte und aus einer sehr armen Arbeiterfamilie stammt.
Foster gibt sich darin sehr charmant und selbst-ironisch: So meint er etwa, alle seine Entwürfe würde er heute anders gestalten. Oder aber er vergleicht Gebäude mit Kindern und kommt zum Schluss, dass es besser sei, darunter keine Lieblinge zu haben.
Ob Passivhaus, Landhaus oder Haus im Bauhausstil – bei der Wahl eines Fertighauses findet heute jeder das Passende. Anbieter von Fertighäusern haben heute die unterschiedlichsten Haustypen im Programm. Diese reichen von klassisch modern bis ökologisch. Außerdem können die Bauherren von heute das von ihnen ausgewählte Haus immer individualisieren.

Passivhaus, Foto von Train.bird/flickr.com
Inzwischen haben sich einige Architekturbüros auf energiesparende Häuser spezialisiert. Solche Häuser sind durch ihre Holzbau- und Dämmweise nicht nur sehr ökologisch, sondern können auch den Ansprüchen moderner Architektur gerecht werden. Trotz kompakter, monolithischer Hausform gelingt den Machern solcher Häuser eine zeitlose Ästhetik, die mit stimmigen Proportionen und einem ausgewogenem Fassadenbild besticht. Dabei warten solche Fertighäuser mit Solarthermien, Dreifachverglasung und Holzpellet-Ofen auf, was außerdem einen vorbildlichen Primärenergiewert von gerade einmal 21 kWh/m² im Jahr ergibt.
Gastautorin Hedwig Krug
Verkehr in Berlin, Foto: jester.berlin_flickr
In den letzten fünf Jahren reduzierte die Deutsche Hauptstadt ihre Feinstaub-Emissionen um mehr als die Hälfte. Hauptgrund für diese Entwicklung ist die konsequente Einführung der Umweltzone. Wer mit besonders emissions-starken PKW durch die Berliner Innenstadt kurven will, muss dafür ordentlich zahlen.
Die Zahlen gehen zurück auf eine kürzlich veröffentlichte Studie vom BUND, dem Naturschutzbund NABU, dem Verkehrsclub Deutschland CVD und der Deutschen Umwelthilfe DUH. Sie untersuchten die Maßnahmen von 17 Großstädten zur Ruß-Eindämmung seit 2005, als die Europäische Union erstmals verbindliche Grenzwerte für Feinstaub gesetzlich festlegt hatte. Eigentlich sollten viel mehr Städte untersucht werden, aber zahlreiche eingeladene Städte beteiligten sich leider nicht und übergaben keine Zahlen an die Forscher. Nach Berlin teilen sich Kopenhagen und Stockholm den zweiten Platz, dicht gefolgt von Zürich und Wien auf dem dritten Platz. Verlierer der Studie sind Rom, Mailand, Düsseldorf und Stuttgart.
Neben dem Einrichten von Umweltzonen und der Pflicht zum Einbau eines Dieselpartikel-Filters sind die Förderung des öffentlichen Nahverkehrs und des Fahrradverkehrs wichtige Maßnahmen zur Reduzierung von Ruß in der Atemluft. In Berlin verdoppelte sich der Anteil der Fahrräder am Verkehr in zehn Jahren auf 13 Prozent, während der Anteil von PKW um sechs Prozent sank. Doch auch der Gewinner der Studie hat noch viel Handlungsbedarf: Städte wie Kopenhagen mit stolzen 40 Prozent Fahrradverkehr oder Stockholm mit 50 Prozent öffentlichem Nahverkehr machen vor, was noch alles möglich ist.