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Einer der bedeutensten Architekten der Gegenwart ist der Brite Sir Norman Foster. Er wurde am 1. Juni 1935 geboren und wuchs in Reddish im englischen Stockport auf. Schon früh begeisterte er sich für Architektur und wies beeindruckende Begabungen auf. Vor gut 20 Jahren wurde er von der britischen Königin Elishabeth II. als Ritter in den Adelsstand erhoben. 1997 wurde er als Mitglied in den “Order of Merit” aufgenommen, einem britischen Orden, der auf König Edward VII. zurückgeht und besonders herausragende Persönlichkeiten der Wissenschaft, Kunst, Literatur und des Militärs auszeichnet. 1999 erhielt er den Pritzker-Preis, der weltweit rennomierteste Preis für Architektur. Er gehört auch dem deutschen Orden “Pour le mérite für Wissenschaften und Künste” an, der auf Friedrich den Großen zurückgeht und heutzutage vom deutschen Bundespräsidenten verliehen wird.
Zu den bekanntesten Bauwerken des Sirs gehören etwa die gläserne Kuppel des Reichstags in Berlin, der “Gherkin”-Turm in London und das Kulturzentrum Carré d’Art in Nimes. Er ist auch verantwortlich für den Flughafen von Peking, der zeitweise der größte Flughafen der Welt war, der Millennium-Brücke in London und den Hearst Tower in New York. Auch in Berlin hatte er ein Architektur-Büro mit rund 70 Mitarbeitern, das allerdings 2009 wegen der weltweiten Finanzkrise schließen musste. Die Schlagworte Fosters, die sich am altrömische Architekten Vitruv orientieren, sind: Anmut, Beständigkeit und Funktionalität. Nun kommt auch ein Dokumentarfilm unter dem Titel “Wie viel wiegt Ihr Bauwerk, Mr. Foster?” ins deutsche Fernsehen: Am 5. November zeigt 3Sat den Star-Architekten aus interessanten Blickwinkeln: Nur wenige wissen etwa, dass er eine Krebs-Erkrankung überlebte und aus einer sehr armen Arbeiterfamilie stammt.
Foster gibt sich darin sehr charmant und selbst-ironisch: So meint er etwa, alle seine Entwürfe würde er heute anders gestalten. Oder aber er vergleicht Gebäude mit Kindern und kommt zum Schluss, dass es besser sei, darunter keine Lieblinge zu haben.