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© Chlorophylle - Fotolia.com

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In einer Werkschau in der Londoner Barbican Art Gallery präsentiert sich derzeit das Rotterdamer Büro um Rem Koolhaas. Mehr als 36 Jahre lang schreibt er schon mit seinem “Office For Metropolitan Architecture”, kurz OMA, Architektur-Geschichte. Bekannt ist das niederländische Architektur-Büro vor allem für seine komplex verschachtelten Entwürfe.

Als Koolhaas gemeinsam mit zwei Kollegen 1975 in London das OMA gründete, ging es mehr um radikale Ideen und träumerische Utopien als um realistische Entwürfe, die auch umgesetzt werden sollten. Erst, als das Büro nach Rotterdam umzog, kam es zu der ersten Realisierung eines ihrer Projekte: Das Theater des Nederlands Danse Theater in Den Haag, dem Regierungssitz der Niederlande, das auch von ineinander verschachtelten Formen und Elementen dominiert wird. Um den experimentel-theoretischen Ansatz der ehemaligen Denkfabrik nicht zu verlieren, gründete Koolhaas die AMO, die sich auch Gedanken zu Politik und Mode macht und weiter Utopien entwerfen darf.

Interessanterweise suchte das OMA nicht selbst die Ausstellungsstücke zusammen. Nach einer selbst kurierten Werkschau in der Berliner Neuen Nationalgalerie im Jahr 2003 entschieden sich die Niederländer diesmal, ein externes Design-Büro mit der Auswahl der Exponate zu beauftragen. Kein leichter Job für “Rotor” aus Brüssel: Monatelang mussten sie die auf der ganzen Welt verstreuten Büros von OMA besuchen und in Archiven herumwühlen. Das Ergebnis kann sich sehen lassen und zeigt einen interessanten Blick auf die Architekten des OMAs, die ja eigentlich einst gar keine Architekten sein wollten.

Die Werkshow in London ist nicht wirklich ein Zufall: Denn zeitgleich eröffnen die ersten beide Bauten OMAs in Großbritannien. Einmal das kleine Krebszentrum Maggie’s Centre in Glasgow und das für die Niederländer sehr schlichte Hauptquartier der Privatbank NM Rothschild in der Innenstadt Londons. Derweil steht das erste Bauwerk des OMAs, der Bau des niederländischen Tanztheaters, kurz vor dem Abriss.

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